Mo 18.12.2017 | Impressum

 

Pfarrer/Kontakt

Pfarrer Andreas Fünfstück
Arnsdorf 189, 02894 Vierkirchen
Telefon 035827 – 70 831
A.Fuenf@t-online.de
Pfarrer Helmut-Andreas Spengler
Nieskyer Str. 35, 02906 Waldhufen
Telefon 03588 – 20 19 26
ha.spengler@kkvsol.net

 

Taufe

Die Taufe ist ein wunderbares Ritual, das Leben in besonderer Weise als ein Geschenk und sich selbst als ein Geschöpf Gottes zu begreifen. Um dieses Ritual zu gestalten, gibt es keinen festgeschriebenen Zeitpunkt. Die Taufe von Säuglingen ist der Taufe erwachsener Menschen ebenbürtig. Das verpflichtende JA zu einem bewußten Leben mit Gott sprechen stellvertretend die Eltern und kirchlichen Paten. Am Tag der Konfirmation wird es dann laut und deutlich vom Getauften bestätigt. Jesus selbst wurde als erwachsener Mann in Israel im Fluß Jordan getauft. Die Praxis der Taufe kleiner Kinder entwickelte sich erst, als die ersten Christen merkten: Die baldige Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus erfolgte nicht nach unseren Maßstäben, sondern ließ Zeit für eine Kirchengeschichte (mittlerweile fast 2000 Jahre).

Die Taufe ist in Deutschland nicht nur ein Ritual, das sogar selbst von nicht kirchlichen Eltern gewünscht wird; die Taufe ist auch die Beitrittserklärung zur evangelischen Kirche. Sie braucht nicht wiederholt zu werden, sondern ist unter den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK; http://www.oekumene-ack.de) wechselseitig anerkannt.

Getauft wird in unseren Gemeinden in der Regel im Sonntagsgottesdienst. Wohnt der Täufling nicht in Waldhufen oder Vierkirchen, müssen die Eltern eine sogenannte Dimissioriale (Gestattung) der Kirchengemeinde, in der sie ihren Hauptwohnsitz haben, vorweisen. Paten müssen einen Patenschein erbringen. Dieser bestätigt, dass die oder der Pate selbst getauft und auch noch Mitglied der Kirche ist. Als sogenannte Taufzeugen (die bezeugen, dass die Taufe vollzogen wurde) können auch diejenigen, die nicht in der Kirche sind, an der Taufe beteiligt werden. Die Gestaltung einer Taufkerze, die Beteiligung am Gebet, ein Segenswort oder -lied am Taufstein, ein gestaltetes Symbol, das Eingießen des Taufwassers, all das sind Beteiligungsmöglichkeiten. Für die Taufhandlung entstehen in unserer Kirche keine Kosten. Über eine angemessene Kollekte freut sich die Gemeinde natürlich dennoch, da viele Gottesdienstbesucher, die extra wegen der Taufe in die Kirche kommen, ansonsten gar nicht so oft die Gelegenheit zum Spenden haben.

Trauung

Gott spricht: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.
1. Mose 2, 18

Sie wollen sich trauen lassen. Sie ver-trauen einander, Sie vertrauen Gott und sich selbst. Sie vertrauen Ihr gemeinsames Leben Gott an und bitten um seinen Segen für Ihre Ehe.

Das Kirchenrecht unterscheidet zwischen einer evangelischen Trauung (beide Partner evangelisch) , einem Gottesdienst zur Eheschließung (ein Partner evangelisch, der andere konfessionslos) und einer ökumenischen Trauung (Partner konfessionsverschieden).

Diese Unterscheidungen haben ihr gutes Recht, weil sie durch die unterschiedliche Form der Trauung die Überzeugungen der jeweils Beteiligten ernst nehmen und würdigen. Manchmal sind diese Unterscheidungen aber auch (zu) schematisch. Lassen Sie uns im Traugespräch herausfinden, was zu Ihnen und Ihren individuellen Überzeugungen passt und was nicht.

Gern beziehen wir Ihre Trauzeugen, Ihre Kinder, Ihre Geschwister, Eltern oder Freunde in die Gestaltung der Trauung mit ein.

Für weitere Fragen steht Ihnen das Pfarramt zur Verfügung. Vereinbaren Sie bitte einen persönlichen Termin. Wir freuen uns mit Ihnen, dass Sie sich trauen lassen wollen.

Wenn Sie das Jubiläum Ihrer kirchlichen Trauung, Ihre Silberhochzeit, Goldene oder Diamantene Hochzeit mit einem Festgottesdienst feiern möchten, dann informieren Sie bitte das Pfarramt rechtzeitig über Ihren Wunsch.

Jubiläen

Unsere altehrwürdigen Kirchen, das sind die guten Orten für die Hoch- und Tiefzeiten des Lebens. Für manches Jubiläum ist eine Andacht in der Kirche und eine musikalische Umrahmung genau der richtige Einstieg oder Abschluß, um einem Fest oder einem Abschied einen besonders würdigen Rahmen zu geben. Das können runde Geburtstage und Ehejubiläen genauso sein, wie eine Jubel-konfirmation oder ein Blick auf eine 125-jährige Feuerwehr- oder 700-jährige Gemeindegeschichte. Oft wird bei solcher Gelegenheit der ursprünglich engere Zusammenhang oder sogar der Impuls von kirchlicher oder religiöser Seite deutlich.

Die Kirche am Ort und garantiert ein passendes Wort aus der Bibel sind genau die richtigen “Zutaten”, um mit der ebenfalls biblischen Weisheit, dass “alles seine Zeit hat” und “der Mensch denkt, aber Gott lenkt” – mit Gästen ganz privat oder ganz offiziell zu feiern, und dabei zurück und nach vorn zu blicken.

Die jeweilige Gestaltung muß im Einzelfall und möglichst rechtzeitig mit dem Pfarrer besprochen werden.

Über eine angemessene Kollekte freut sich die Gemeinde natürlich sehr, da viele Gottesdienstbesucher, die extra aufgrund des Jubiläums in die Kirche kommen, ansonsten gar nicht so oft die Gelegenheit zum Spenden haben.

Trauerfeiern und Bestattungen

Seit Mitte der 60iger Jahre sind die Trauerzüge durch unsere Dörfer nach und nach verschwunden. Der Tod und das Sterben gehören dennoch zum Leben. Im Kreislauf eines Kirchenjahres, das vom 1. Advent bis zum Toten-/Ewigkeitssonntag dauert, wird im November daran erinnert. Dann kommen Angehörige auf die Friedhöfe. Sie schmücken die Gräber ihrer Verstorbenen und manche huschen bei dieser Gelegenheit noch einmal ganz für sich allein in die offene Kirche. Sie zünden eine Kerze an, setzen sich einen Moment in die kalte Kirche … Vielleicht werden sie dabei von den Kirchenmauern zum Summen einer Melodie verlockt? Oder zum Beten? Oder sie sind einfach still…

Für Kirchenmitglieder und Menschen, die plausibel christliche Seelsorge in Anspruch nehmen wollen, stehen unsere Kirchen als Raum zur Verfügung. Auf unseren Friedhöfen werden alle Menschen, deren Angehörige das beantragen, unabhängig von ihrer Konfession und Weltanschauung bestattet. Die Kirchengemeinden übernehmen an dieser Stelle – solange ihnen das möglich ist – eine Pflichtaufgabe der kommunalen Gemeinde. Die Kosten und Möglichkeiten auf den Friedhöfen sind in der jeweiligen Friedhofsordnung geregelt (siehe pdf-datei).

Für die Anmeldung einer Trauerfeier und den Kauf einer Grabstelle ist der direkte Kontakt mit dem Pfarramt nötig. Die jeweiligen Beerdigungsinstitute unterstützen Angehörige dabei in vorbildlicher Weise. Da Bestattungen (egal ob Beerdigung oder Beisetzung) im Normalfall kurzfristig nötig werden, ist auch hier der frühzeitige Kontakt mit dem Pfarrbüro sinnvoll! Was viele Menschen heute nicht mehr wissen, dass auch eine Aussegnung im Hause der oder des Verstorbenen passieren kann und dazu der Pfarrer oder die Pfarrerin kurzfristig ins Haus kommt.

Konfirmandenunterricht

Der Konfirmandenunterricht des Pfarrsprengels ist in den letzten Jahren zentralisiert worden. Er findet jeweils wöchentlich montags in Melaune (16.00 Uhr – Klasse 7 und 17.00 Uhr – Klasse 8) und donnerstags in Jänkendorf (15.00 Uhr – Klasse 8 und 17.00 Uhr Klasse 7) statt. Im Verhinderungsfall können die Konfirmanden ggf. zwischen Melaune und Jänkendorf wechseln. Der Unterricht ist so aufgebaut, dass das 6. Schuljahr (donnerstags 16.00 Uhr in Diehsa) als Vorbereitungsjahr gilt. Dabei wird das gesamte Schuljahr zum Kennenlernen der Bibel genutzt.

Darauf aufbauend folgen zwei Jahre Konfirmandenunterricht mit den Themen: Kirche, Gottesdienst, Diakonie und Mission sowie alle Einheiten des Kleinen Katechismus von Martin Luther.
Im Laufe eines Jahres finden darüber hinaus vier Konfirmandenprojektabende zu Themen wie Drogensucht, Zöllner in der Bibel und heute, die Situation in einer Justizvollzugsanstalt, die Heilsarmee, Musik in der Kirche und die Begleitung von Sterbenden statt.
Abschluss des zweijährigen Unterrichts bildet eine viertägige Konfirmandenfahrt, um Gemeinden und deren Umfeld in anderen Teilen Deutschlands kennenzulernen.